Deine Zeit - suchst Du noch oder nutzt Du sie schon?

In meinen letzten Blog habe ich Dir von versteckten Fabriken erzählt, in denen sich viele von uns oft (unbewusst) abarbeiten. Lass uns bitte kurz in dieser Metapher bleiben.
Denn hier geht es um Arbeitsplätze, an denen wir Zeit, Energie und finanzielle Ressourcen einsetzen, um sie ohne spürbaren Gegenwert zu verschwenden.

 

Der Begriff kommt ursprünglich aus dem Prozessmanagement und bezieht sich auf die  Optimierung bestehender Abläufe.

 

Suchkosten sind quasi eine Abteilung in Deiner individuellen Fabrik. Das ist für  Freiberufler:innen umso erfolgsentscheidender, weil wir als Entscheider:innen auch die Konsequenzen direkt spüren. Wir vergeuden viel Zeit damit Dinge zu suchen, die, wenn wir uns eine andere Routine angewöhnen würden, uns dann direkt in die Hände fielen. Das ist gerade für uns als Solopreneure ein Thema, was ohne weiteres Investment unmittelbar einen Return bedeuten könnte. Denn in der gewonnenen Zeit könnten wir akquirieren, an Konzepten feilen... oder einfach mal durchatmen und etwas ganz anderes tun.

 

In den vergangenen Tagen habe ich in meinem Freundeskreis die Probe aufs Exempel gemacht und eine Umfrage gestartet. "Was suchst Du immer wieder?"

 

Die häufigsten Antworten waren

1. Handy (85%)

2. Schlüssel (60%)

3. Brille (35%)

 

Beliebt ist auch das schwarze Loch in der Handtasche…kommt Dir das bekannt vor?

Überlege einfach mal, wie lange Du im Durchschnitt pro Tag mit kramen verbringst.

 

Bei meiner Erhebung gab es Rückmeldungen zwischen 0 - 10 Minuten.

Ok, dann lass uns einfach mal durchschnittlich 5 Minuten pro Tag annehmen. Wenn wir nun das Jahr mit 365 Tagen als Basis nehmen und Du davon nur jeden 2. Tag Handy, Brille oder Schlüssel suchst, dann summiert sich diese Zeit im Durchschnitt auf 15 Stunden im Jahr!

 

Auf meine zweite Frage "Wenn Du heute 15 Stunden zusätzlich im Jahr einplanen könntest; was würdest Du damit tun?" gab es vielfältige Resonanz. Ein paar Beispiele: 

  • Ich würde mich mit Freundinnen zum gemütlichen Kaffee-Klön verabreden.
  • Mich würde es 10 x zusätzlich auf den 9-Loch-Golfplatz ziehen.
  •  Dann könnte ich einfach mal 2 Tage mit meinem Partner in der Eifel wandern.

Es gab in den Gesprächen bereits erste Ideen, um sich dieses Zeitgeschenk leichter machen zu können. Zum Beispiel ein Schlüsselbrett, zwei Handy-Parkplätze in der Wohnung oder ein schickes Brillenband – daraus ist nun eine Challenge entstanden und wir werden in vier Wochen schauen, wie die Umsetzung funktioniert hat.

 

Und jetzt schauen wir in unsere freiberufliche Professionalität:

  • Was wirst Du tun, um diese 15 Stunden frei in Deinem Kalender zu verplanen? Und das jedes kommende Jahr?
  • Mit welcher Veränderung Deiner Business-Routine willst Du Dir ein (Frei-)Zeitgeschenk machen?

Ich bin neugierig auf Deine Ideen. Hinterlasse sie gerne hier als Kommentar, ich freue mich von Dir zu lesen.

 

Herzliche Grüße

Silke

 

P.S. Wenn Du weitere Impulse für mehr Leichtigkeit als Freiberufler:in erhalten und zu aktuellen Workshops informiert werden möchtest, trage Dich einfach hier in den Verteiler ein.

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