Was hat Physik mit meiner Business-Strategie 2021 zu tun?

Als ich heute Morgen gemütlich meinen Kaffee trank und dabei ins Grüne schaute, wurde mir bewusst, mit welcher inneren Ruhe und Zuversicht ich inzwischen in meinem Business unterwegs bin. Mit einem Gefühl der Dankbarkeit gehe ich nun motiviert in den Tag und bin neugierig, was mich erwartet.

 

Zurückblickend auf das vergangene Jahr hat sich mein eigenes Verhalten im wahrsten Sinne des Wortes ENT-wickelt. Zurück zu meinen Wurzeln? Ja, beim Umgang mit Ressourcen auf jeden Fall!

 

Ich besinne mich wieder häufiger darauf,

  • mit welchem Focus,
  • mit welcher Geschwindigkeit,
  • mit welcher Klarheit und
  • mit welcher Nachhaltigkeit ich in diesem Moment durch mein Leben gehe und gehen will.

Wir erleben alle seit über einem Jahr eine manchmal doch surreal wirkende Zeit, oder?
Wie ist es Dir damit ergangen?

 

Wenn Du magst, nehme ich Dich gerne ein Stückweit mit hinter die Kulissen meiner freiberuflichen Tätigkeit als Beraterin und Trainerin. Und vielleicht stellst Du Dir gerade dieselben Fragen, die bei mir inzwischen zu einer Aktualisierung meiner Business-Strategie geführt haben.

 

Am 13.03.2020 fühlte es sich für mich so an, als würde jemand mit einem Hackebeil innerhalb weniger Stunden alle beruflich bestehenden Verbindungen und Aufträge von mir trennen. Wie bei vielen anderen in der Präsenz arbeitenden Kolleg:innen wurden meine Einkommensmöglichkeiten von jetzt auf gleich auf „Null“ gesetzt. Der Radierer war an diesem Tag neben Telefon und E-Mail der meistgenutzte Gegenstand in meinem Büro. Fragen der Ungewissheit drängten sich in den Vordergrund:

  • Wie viele Monate werden wir wohl ohne Verdienstmöglichkeiten durchhalten müssen?
  • Welche Fixkosten muss ich zahlen?
  • Worauf kann ich verzichten?
  • Wie lange reichen die Reserven?
  • Werden bisherige Kund:innen zukünftig noch meine Dienstleistungen einkaufen?

Mein Jubiläumsjahr (die Silke Görgens Unternehmensberatung wurde 2010 gegründet) hatte ich mir definitiv anders vorgestellt! Ich bin total motiviert ins Jahr gestartet, freute mich mega auf eine bunte Jubiläums-Party mit all meinen Freund:innen, Familie, Kund:innen und Wegbegleiter:innen.

 

„Bäähm“ - Freitag der 13te! Und plötzlich wird man aus einem vollen Auftragskalender und der Komfortzone herauskatapultiert. Kennst Du den Spruch „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben“?

 

Die ersten Tage stand ich etwas unter Schock, denn ich empfand die Ruhe auch irgendwie als angenehm. Kein Zeitdruck, FREI-Beruflerin eben. Doch das Erwachen ließ nicht lange auf sich warten, zumal unzählige Gespräche, ob beruflich oder privat, thematisch immer wieder um Existenzängste kreisten. Soforthilfe beantragen - ja oder nein? Sie klang für die einen wie ein Lösungsbringer, für die anderen wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Schlaflose Nächte raubten mir Energie ohne einen Funken Produktivität zu entfachen. Aus Aspekten der Selbstfürsorge habe ich mich frühzeitig dazu entschieden, die öffentlichen Diskussionen nur noch am Rande zu verfolgen. Auch, weil es für mich zu viele, oft (medial) missverständliche und widersprüchliche Informationen gab. Stattdessen habe ich meine Groschen gezählt, geschaut, wie lange ich ohne jegliches Einkommen durchhalten könnte und dann nach neuen Wegen gesucht.

 

Durch dieses Aushebeln aus dem Alltag musste, wollte und konnte sich hier einiges zurecht ruckeln. Ich habe die Monate genutzt, um endlich mal das zu tun, wozu sonst oft zu wenig Zeit war. Ich habe lange Weilen ausgehalten, meine eigenen Prozesse überarbeitet und mich unter anderem gefragt:

  • Wo gibt es in Deiner Freiberuflichkeit versteckte Fabriken, in denen Du Dich abarbeitest?
  • Wo verschwendest Du Deine (Lebens-)Zeit und weshalb?
  • Wann erstickst Du aufkommende Kreativität im Keim, weil es gerade unpassend scheint?
  • Was setzt Dich unter Stress und wie kannst Du das verändern?

Als Beraterin begleite ich normalerweise Menschen in KMU und Freiberufler:innen vor Ort auf ihrem Weg durch ihre eigenen Prozesslandkarten. Ich liebe es, gemeinsam am Tisch zu sitzen, suboptimale Abläufe und Kommunikationsmittel transparent zu machen, Ballast aus dem Rucksack zu nehmen und vorhandene Ressourcen und Potenziale für eine leichtere, neu ausgerichtete Wanderung hinzuzufügen.

 

In der Pandemie wurde ich plötzlich zu meiner eigenen Auftraggeberin - spannendes Projekt!
Und ja, es läuft noch!!

 

Durch die Veränderung kleiner Prozessschritte, den verstärkten Einsatz von digitalen Tools und kollaborativen Werkzeugen verschlankt sich auch hier zunehmend die Arbeitsorganisation. Es entstehen Freiräume, in denen es Platz für neue Ideen und Projekte gibt, ohne die bisherige Leistung zu schmälern.

Meine Trainingsthemen biete ich inzwischen sowohl in Präsenz als auch virtuell an und habe dadurch das Portfolio nicht nur erweitert, sondern definitiv agiler aufgestellt. Die Feedbacks der Teilnehmenden bestärkten mich dabei und ich möchte die virtuelle Variante aufgrund ihrer Flexibilität nicht mehr missen. 

 

Die im ersten Moment erschreckenden Absagen gaben mir die Zeit, um dazu detailliert zu recherchieren, auszuprobieren, herumzuspielen und so die Technik passgenau auf unterschiedlichste Anforderungen der Kund:innen abzustimmen. Ich liebe den Ansatz des lebenslangen Lernens. Deshalb hat es mir ebenso gut getan, wieder selbst in die Rolle der Teilnehmerin zu schlüpfen. Ob Online-Bootcamp, Social Video Strategie oder Onlinekurs-Kurs…. mit jedem Mal erweitert sich meine Medien- und Onlinekompetenz und der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) wird mit Leben gefüllt.

 

Prompt beamt mich meine Erinnerung in den Physikunterricht zurück. Die mechanische Leistungsformel bringt es auf den Punkt:

Damals haben wir gelernt, dass der Weg und die Kraft in ihrer Richtung übereinstimmen müssen, um einen entsprechend hohen Wirkungsgrad zu erreichen.

 

Passt das nicht wunderbar zur selbstständigen Tätigkeit? An welcher der Stellschrauben ich letztendlich drehe, liegt dabei in meiner Eigenverantwortung als Freiberuflerin. Entscheide ich mich für die Veränderung einer Variablen, hat das Konsequenzen für mein gesamtes Business.

 

Ja, es braucht manchmal einiges an Mut, diesen Entscheidungsfreiraum für sich zu nutzen, eingefahrene Wege zu verlassen und zu experimentieren. Im Rückblick auf die vergangenen 10 Jahre hat es sich fast immer gelohnt, wenn ich mich gefragt habe:

  • Wo willst Du weiter wirken?
  • Für welche Dienstleistung(en) schlägt Dein Herz?
  • Wer ist Deine Zielgruppe dafür?
  • Wie viel Kraft und Zeit willst und kannst Du mobilisieren?

Die daraus resultierenden Impulse sind auch jetzt wieder der Start für ein neues Projekt. Erste Workshop- und Onlinekursideen sind bereits konzipiert, die dazu passende Challenge ist in Vorbereitung. Es wird ein Angebot für Freiberufler:innen entstehen, was vielleicht auch Dich dann dabei unterstützen kann, mit mehr Leichtigkeit in den eigenen Businessprozessen unterwegs zu sein. Deshalb bin ich neugierig darauf, wie Du diese Zeit erlebst.

  • Welche Themen treiben Dich gerade?
  • Wo drückt Dich dabei der Schuh?

Ich bin gespannt auf Deinen Kommentar und wünsche Dir schon heute einen Tag erfolgreicher Leichtigkeit.

 

Herzliche Grüße

Silke

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